Die meisten Probleme bei einer ersten Outdoor-Tour entstehen nicht durch einen Mangel an „Survival-Ausrüstung“, sondern durch einfache Fehleinschätzungen: zu wenig Wasser, Unterschätzung des Wetters, Verlaufen oder zu viel Gepäck. Diese zehn Fehler lassen sich größtenteils im Voraus vermeiden.
Auf einen Blick
- Checken Sie vor dem Aufbruch Wetter, Route und Tageslicht.
- Nehmen Sie genug Wasser mit und wissen Sie, wo Sie nachfüllen können.
- Üben Sie die Navigation, bevor Sie sich in unbekanntes Terrain begeben.
- Packen Sie leichter, indem Sie doppelte und unnötige Dinge weglassen.
- Nehmen Sie ein Erste-Hilfe-Set und eine einfache Möglichkeit zur Alarmierung im Notfall mit.
1. Das Wetter unterschätzen
Prüfen Sie den Wetterbericht und mögliche Wetterumschwünge. Nehmen Sie Kleidung im Zwiebelprinzip sowie eine wind- oder wasserdichte Außenschicht mit, wenn die Bedingungen es erfordern.
2. Ohne zuverlässige Lichtquelle aufbrechen
Eine Wanderung kann länger dauern als geplant. Nehmen Sie eine Stirnlampe oder Taschenlampe mit, auch wenn Sie planen, weit vor Sonnenuntergang zurück zu sein.
3. Die Navigation vollständig dem Smartphone überlassen
Laden Sie Karten offline herunter und nehmen Sie bei längeren oder abgelegenen Routen eine Papierkarte und einen Kompass mit. Lernen Sie, diese zu benutzen, bevor Sie sie tatsächlich brauchen.
4. Zu wenig Wasser mitnehmen
Planen Sie die Wassermenge basierend auf Dauer, Anstrengung, Temperatur und verfügbaren Quellen. Natürliches Wasser ist nicht automatisch sicher; verwenden Sie eine geeignete Aufbereitungsmethode, wenn Sie darauf angewiesen sind.
5. Einen zu schweren Rucksack packen
Legen Sie alles vorher aus und fragen Sie sich bei jedem Gegenstand: Benutze ich das wirklich und habe ich etwas anderes, das dieselbe Funktion erfüllt? Weniger Gewicht bedeutet oft weniger Ermüdung und mehr Stabilität.
6. Neue Schuhe direkt auf einer langen Tour tragen
Laufen Sie Schuhe und Socken vorher ein. Achten Sie während der Tour frühzeitig auf Druckstellen, damit aus einer kleinen Reizung keine große Blase wird.
7. Erste Hilfe nur mitführen, aber nicht kennen
Ein Set ist nützlich, aber Basiswissen ist wichtiger. Wissen Sie zumindest, wo sich das Material befindet, und befolgen Sie bei schweren Verletzungen die Anweisungen von professionellen Rettungskräften.
8. Die Nacht und die Temperatur unterschätzen
Die Temperatur kann nach Sonnenuntergang stark abfallen. Wählen Sie Schlafsack und Isomatte entsprechend den erwarteten Bedingungen und sorgen Sie für trockene Wechselkleidung.
9. Keine Route oder Rückkehrzeit mitteilen
Lassen Sie jemanden wissen, wohin Sie gehen und wann Sie voraussichtlich zurück sein werden, besonders in abgelegenen Gebieten.
10. Keine Möglichkeit haben, auf sich aufmerksam zu machen
Ein aufgeladenes Telefon, eine Pfeife und Licht sind einfache Hilfsmittel. In wirklich abgelegenen Gebieten kann spezielle Notfallkommunikation sinnvoll sein.
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Fazit
Sicherer unterwegs zu sein, dreht sich vor allem um Vorbereitung und Einschätzung. Wenn Route, Wasser, Wetter, Licht und Kommunikation gut geregelt sind, haben Sie bereits viele der größten Anfängerfehler vermieden.